Macbethvon William Shakespeare


Deutsch von Angela Schanelec

Macbeth: „Die Meere werden all ihr Grün vertauschen mit dem Fleischrot meiner Hand.“

Nach seiner Heimkehr wird der strahlende Kriegsheld Macbeth von Hexen als künftiger König Schottlands begrüßt – obwohl König Duncan noch am Leben ist. Fortan lässt ihm der Gedanke an die Krone keine Ruhe mehr, doch sein Gewissen mahnt ihn, vom Mord abzusehen. Erst Lady Macbeth, seine junge, vom Ehrgeiz getriebene Gattin, überredet ihn zur Tat. Duncan wird im Schlaf erstochen. Zwar gelingt Macbeth und Lady Macbeth so der Aufstieg zum schillernden Königspaar, von nun an sehen sie sich jedoch gepeinigt von Angstzuständen und wahnhaften Vorstellungen.

Nach den Tragödien Medea und Antigone eröffnet Schauspielhaus-Intendantin Anna Badora nun die Spielzeit 09/10 mit Shakespeares Tragödie des Macbeth – als Seelenspiegel eines jungen Paares, das den eigenen Machtvisionen zum Opfer fällt.

Claudius Körber als Macbeth war vergangene Spielzeit unter anderem in Radetzkymarsch zu sehen, Verena Lercher an der Seite von Peter Simonischek in Baumeister Solness.




Pressestimmen:

Mit der ersten Premiere der Saison setzt Intendantin Anna Badora auf ein junges Publikum, das das Grazer Schauspielhaus in den letzten Jahren immer mehr für sich entdeckt. Sie inszeniert William Shakespeares Macbeth mit einem ungewohnt jugendlichen Fürstenpaar und verschiebt damit altbekannte, gewohnte Akzente der blutigen Tragödie Shakespeares . Gefallen hat die rasante Produktion, die mit viel Beifall bedacht wurde, allem Anschein nach aber auch dem reiferen Publikum. Es sind seine eigene Einbildungskraft und die Stärke seiner Frau, die Macbeth, den loyalen Vasallen des Königs, aus der Bahn werfen. Ein starker Saisonauftakt im Schauspielhaus.
(Beate Frakele, Der Standard, 28.9.2009)

Anna Badora, Leiterin des Grazer Schauspielhauses, präsentiert das Alterswerk zum Saisonsauftakt und lädt damit auch ein zu einer erbarmungs- und ausweglosen Reise zum Herz der Finsternis. Das Stück ist Krieg. Die Worte sind Schlachten, die Essenz ist ein realer Albtraum, aus dem es kein Entrinnen gibt. Dies dokumentiert auch das exzellente Bühnenbild von Raimund Orfeo Voigt und die kongeniale Lichtregie (Gerhard Fischer). In ihrer Version baut Anna Badora nicht nur auf ein extrem junges Ensemble, sie konzentriert sich auf das Seelendrama einen anfangs machtgierigen Monarchenpaares, das immer mehr dem Wahn und Größenwahn zum Opfer fällt. Ein düsterer Abend, dem kaum Hoffnung, aber darstellerischer Glanz innewohnt, ein eindringliches Startsignal für ein üppiges Premieren-Wochenende."
(Werner Kraus, Kleine Zeitung, 27.9.2009)

„Drei schwarze Stoff-Bahnen umrahmen immer neue Ausschnitte.
Kurze Szenen, Stillleben, Lichtstimmungen, Überblendungen. Anna Badora versteht es, Aufmerksamkeit zu fokussieren. Und sie beherrscht den sekundenschnellen Wechsel von Geschwindigkeiten - vom wirren, kraftvollen Kriegstumult zur poetisch magischen Naturerscheinung zur Zeitlupe der Reflexion. In der wandelbaren Bühne (Raimund Orfeo Voigt) entstehen durch ein kluges Lichtkonzept (Gerhard Fischer) immer neue Räume. Die Bilder sind stark, das Konzept stimmt, das Ensemble strotzt vor jugendlicher Energie."
(Judith Schmitzberger, Kurier, 27.9.2009)

„Ein Macbeth zugeschnitten auf ein junges Publikum!"
(Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 27.9.2009)




Videos:

Trailer zur Produktion MACBETH



Downloads: